Wenn ihre Gedanken kreisen, sie sich unruhig fühlen, Nachts, von wirren Träumen aufwachen, nicht durchschlafen können, Probleme in der Konzentration bestehen, Wissen, nicht gut verinnerlicht wird oder sie von Kopfschmerzen betroffen sind…..

Wenn Sie sich unsicher fühlen, Ängste haben, nicht gut mit Stress umgehen können….

Genau hier kann Neurofeedback ein nützliches Verfahren sein.

Neurofeedback ist ein computergestütztes Gehirntraining, das Ihnen dabei hilft, Ihre eigene Gehirnaktivität gezielt zu regulieren. Es ist eine schmerzfreie, nicht-invasive Methode, die auf dem Prinzip der Biofeedback-Therapie basiert.

Wie funktioniert es?

  1. Messen: Während der Sitzung werden kleine Sensoren auf Ihrer Kopfhaut platziert. Diese messen Ihre Gehirnwellen (EEG) in Echtzeit. Unbewusste Muster ihrer Hirnaktivität werden sichtbar gemacht ganz ohne Schmerzen und Stress.

   2.  Sichtbar machen: Ein Computer wandelt diese Signale in Bilder, Töne oder ein einfaches Videospiel um. Sie können Ihre 
       Gehirnaktivität also direkt auf einem Bildschirm "sehen" oder "hören". Sie lehnen sich zurück und dürfen während dieser
       Sitzung Filme schauen, Musik hören oder kleine Spiele spielen.

  1. Belohnen: Wenn Ihr Gehirn einen gewünschten, gesunden Zustand erreicht (z. B. Entspannung oder hohe Konzentration), läuft das Spiel flüssig oder der Ton wird angenehmer. Das Gehirn erhält eine Belohnung.
  2. Lernen: Durch diese ständige Rückmeldung (Feedback) lernt Ihr Gehirn unbewusst, wie es sich selbst besser regulieren kann – ähnlich wie beim Erlernen einer neuen Sportart oder eines Instruments.

Wo erhalte ich Neurofeedback?

Neurofeedback ist in unserer Praxis erhältlich. Vereinbaren Sie einen Termin an unserer Rezeption.


Bezahlt meine Krankenkasse Neurofeedback?

In der Regel übernimmt Ihre Krankenkasse die Kosten. Dazu benötigen wir ein Rezept

mit 10x Ergotherapie sensomotorisch perzeptiv oder psychisch funktionell mit einem dazugehörigen Diagnoseschlüssel.

Bei privaten Krankenkassen empfehlen wir, eine vorherige Kostenzusage einzuholen.


Wie viele Sitzungen werden benötigt?

In der Regel werden 15 – 20 Sitzungen a 60 min benötigt.


Für wen ist Neurofeedback geeignet? 

 Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen
Emotionale Belastungen
Schlafprobleme
Verhaltensauffälligkeiten
neurologische Erkrankungen
Leistungssteigerung


Welche Vorteile bringt Neurofeedback?

Mehr Konzentration, mehr innere Ruhe, bessere Stressbewältigung, erholsamer Schlaf, mehr Leistungsfähigkeit


Relative Kontraindikationen im Überblick

  • Akute psychiatrische Notfälle & Psychosen: Bei akuten psychotischen Episoden oder schweren Hochspannungs- und Wahnzuständen ist Neurofeedback nicht angezeigt, da die intensive Beschäftigung mit der eigenen Wahrnehmung die Symptomatik instabiler machen kann.
  • Unkontrollierte oder instabile Epilepsie: Neurofeedback (insbesondere SCP- oder Frequenzband-Training) kann die kortikale Erregbarkeit und damit die Krampfschwelle verändern. Bei einer bekannten, medikamentös nicht gut eingestellten Epilepsie oder im akuten Status epilepticus ist höchste Vorsicht geboten bzw. die Behandlung kontraindiziert. Gut eingestellte Epilepsien werden hingegen teilweise sogar mittels Neurofeedback therapiert.
  • Schwere kognitive Einschränkungen & mangelnde Compliance: Da Neurofeedback auf dem Prinzip der operanten Konditionierung beruht und eine aktive (wenn auch oft unbewusste) Mitarbeit erfordert, stößt die Methode bei ausgeprägter Demenz, schweren geistigen Behinderungen oder einer fundamentalen Verweigerungshaltung an ihre Grenzen.
  • Sehr junges Alter: Bei Kindern unter 6 Jahren ist die Studienlage zur Wirksamkeit und den passenden Protokollen noch unzureichend, zudem fällt jüngeren Kindern die für die Sitzungen nötige Stillarbeit oft schwer.
  • Spezifische Kontraindikationen je nach Protokoll: Bestimmte Trainingsformen wie das SMR-Training (Sensorimotorischer Rhythmus) wirken stark beruhigend. Bei Patienten mit schweren depressiven Zuständen, ausgeprägter Antriebslosigkeit oder extremer Erschöpfung kann dies kontraindiziert sein, da es den Antrieb potenziell noch weiter senken kann. Hier sind aktivierende Protokolle (wie Beta-Training) oft besser geeignet.